Why is it sometimes not so easy…

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Wow fast eine ganze Woche ist vergangen seit ich versuche diesen Blogpost zu schreiben. Immer wieder habe ich angefangen, nach dem richtigen Anfang gesucht, um dann nach wenigen Zeilen wieder aufzuhören. Aber warum? Warum fällt es mir so schwer diesen Text zu schreiben? Über was möchte ich überhaupt schreiben?

Es ist ein Thema, welches mir bereits eine Weile durch den Kopf geht und einige wundern sich vielleicht auch, warum ich bis jetzt doch so wenig über meinen Alltag in Prag geschrieben habe. Wir befinden uns nun schon in unserem vierten Jahr in Prag. Und niemand kann wissen wie lang wir noch bleiben werden. Entweder noch ein weiteres Jahr oder vielleicht geht alles auch ganz schnell. Und in ein paar Monaten gestaltet sich unser Leben ganz anders. Ein anderes Land könnte unser neues Zuhause sein oder auch zurück nach Deutschland. Obwohl dies bestimmt auch wieder etwas “komisch”sein wird und es sich gilt wieder neu einzuleben. Erst letzte Woche habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ebenfalls für ein paar Jahre im Ausland gelebt hat. Und sie genau dies sagte. Natürlich gibt es die sprachlichen Barrieren nicht, dafür aber andere Herausforderungen.

Also befinden wir uns gerade ich einer Art Schwebesituation. Alles kann – nix muss. Damit umzugehen ist jedoch gar nicht so einfach. Besonders, wenn die ersten Fragen aus der Familie oder dem Freundeskreis kommen. Wie lang werdet Ihr im Ausland bleiben? Kommt Ihr zurück nach Deutschland? Wenn nein, wo geht Ihr als Nächstes hin und sehr beleibt: wollt Ihr nicht auch sesshaft werden? Dann ist es gar nicht so einfach eine richtige Antwort zu geben, wenn man selber noch nicht so richtig die Zukunft kennt.

Aber wir lassen uns davon nicht verunsichern, denn so lang wir zusammenhalten und als kleine Familie zusammenstehen, dann schaffen wir das auch.

Doch eigentlich wollte ich Euch doch erzählen, warum es mir etwas schwerfällt über meinen Alltag zu schreiben. Es liegt nicht daran, dass er so anders ist, mein Alltag. Eher das Gegenteil ist der Grund. Für mich sind die Dinge, die ich hier täglich in Prag erledigte zur Normalität geworden. Am Morgen bring ich unseren kleinen Muckel. zur Schule, dann kommt meine Runde mit dem Hund (einmal die Woche zum Sport)  und der Haushalt will auch erledigt werden. Und die Zeit, die übrig bleibt, nutzte ich, um an meinem Blog zu arbeiten oder ich lasse mich durch die sozialen Medien inspirieren. Dabei kann es passieren, dass ich vergesse, dass ich in unmittelbarer Nähe einer tollen Stadt lebe. Für mich persönlich ist es zur Routine geworden mit den Leuten in englischer Sprache zu kommunizieren, obwohl das nicht immer so einfach ist.

Der kleine Vorort von Prag in dem wir leben ist zu unserem Zuhause geworden, alles fühlt sich so normal an und dann kommen doch diese Gedanken, dass es vielleicht bald nicht mehr so sein wird. Das ein neues Abenteuer auf uns wartet. Und damit ich die Zeit bis dahin nicht nur mit grübeln verbringe, hab ich für mich folgenden Entschluss gefasst. Jede Woche werde ich mir einen Tag fest einplanen, an dem ich mir einen besonderen Teil von Prag herauspicke, dahin fahre und diesen erkunde. Und dann möchte ich darüber schreiben. Die Eindrücke sollen mir erhalten bleiben und Euch einen Einblick in diese wunderschöne Stadt geben. Nichts wäre schlimmer, als sich im Nachhinein zu ärgern, dass man die Stadt, die eine Jahre ein Zuhause war, nicht richtig zu kennen.

Also auf geht es in eine neue Runde Prag, Prag im Frühling  und ich hoffe, Ihr seid dabei.

Stefanie

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